Omega ist ein Uhrhersteller mit zahlreichen ausgeprägten Stärken. Nirgends zeigen sich diese, wie bei den Fliegeruhren der Schweizer. Dass es sich dabei nicht um kurzfristige Entscheidungen oder Entwicklungen handelt, zeigt sich bei der Zusammenarbeit mit der britischen Royal Airforce. Aus dieser Zusammenarbeit gehen historische Modelle hervor, die Sammler bis heute begeistern. Deren Modellgeschichte stellen wir an dieser Stelle vor und werfen dabei auch einen Blick auf die Geschichte des Unternehmens.
Fliegeruhren sind einfach zu erkennen: schwarze Ziffernblätter, weiße arabische Ziffern. Der Garant für die perfekte Ablesbarkeit unter schwierigen Umständen. Die Uhren für die Royal Airforce verwundern deswegen umso mehr mit einer gänzlich anderen Gestaltung. Der Auftrag der RAF an die Uhrhersteller umfasst eine Uhr, die auf ein weißes Ziffernblatt setzt.
Der Grund für diesen Schritt liegt ebenfalls in der Lesbarkeit begründet. Allerdings liegt der Fokus vor allem auf dem nächtlichen Einsatz der Fliegeruhr-Modelle. Zum hellen Ziffernblatt kommen schwarze arabische Ziffern und eine Eisenbahn-Chronometrie. Auf Basis dieser Vorgaben schafft Omega die Referenz CK2292. Das eingesetzte Uhrwerk Kaliber 30T2 SC ist aufgrund seiner großen Zuverlässigkeit bis heute beliebt und begehrt.
Die Zuverlässigkeit der Uhrwerke ist aufgrund des militärischen Einsatzzwecks unerlässlich. Schließlich werden die Uhren vor dem Einsatz synchronisiert, um jederzeit einen präzisen Zeitabgleich zu ermöglichen. Hergestellt wird die Uhr ab den 40er-Jahren. Ab dieser Zeit wird sie im Militär eingesetzt.
Bis zum Jahr 1963 stellt Omega zahlreiche Variationen von CK2292 und 30T2 SC her. Das Werk, welches mit 18.000 Halbschwingungen in der Stunde operiert, bietet eine Gangreserve von bis zu 44 Stunden. Auf eine offizielle Zertifizierung wird verzichtet. Allerdings zertifiziert die britische Regierung die Qualität der Uhren für den Einsatz.
Die Uhr an sich mutet nach heutigen Maßstäben filigran an. Mit einem Gehäusedurchmesser von 33 Millimetern wirkt sie im Vergleich mit heutigen Herrenuhren geradezu winzig. Um die Empfindlichkeit des Gehäuses zu minimieren, kommt kein poliertes Material zum Einsatz.
Auch weiche Legierungen sind als Auswahl verfügbar. Es handelt sich dann, auch was den Namen betrifft, um ein anderes Modell. Die UK2292 besteht beispielsweise aus Kupfer und Magnesium. Dass die Uhren sehr haltbar sind, zeigt sich daran, dass sie sich heute noch in hoher Qualität zu guten Preisen finden lassen.